Ausverkauf der Alten Akademie? Initiative fordert Rückabwicklung

War es wirklich alternativlos, die alte Akademie im Herzen der Münchner Altstadt meistbietend zu veräußern? Und was passiert jetzt mit den ehrwürdigen, in weiten Teilen denkmalgeschützten Gebäuden in allerbester Innenstadtlage, nachdem sie vom Freistaat Bayern für 65 Jahre an einen österreichischen Investor gegangen sind?

Die aktuellen Meldungen der Presse (z.B. SZ vom 13.04.2016 oder MM vom 15.04.2016) lassen bei zahlreichen Münchnerinnen und Münchnern schlimme Befürchtungen aufkommen. Schon die Umstände der Entscheidungsfindung erscheinen nicht gerade vertrauenserweckend: Verhandelt wird den Medienberichten zufolge hinter verschlossenen Türen. Der Vorsitzende des Preisgerichts im Architektenwettbewerb ist ausgerechnet der Brite David Chipperfield, der seit Jahren in engen geschäftlichen Beziehungen mit dem Investor steht.

Die Initiative „Aktion gegen den faulen Zauber“ macht jetzt gegen das umstrittene Projekt mobil. Sie kritisiert den Verkauf und den geplanten Umbau der wertvollen historischen Akademie in ein Büro- und Geschäftshaus mit hochpreisigen Wohnungen. „Durch den Start des Architektenwettbewerbs ohne eindeutige bestandsschützende Vorgaben würde ein Prozess in Gang gesetzt, in dem die Vertreter der Stadt womöglich über den Tisch gezogen werden und sich der Investor voll durchsetzt“, befürchtet die Initiative und fordert gegebenenfalls sogar die Rückabwicklung des Verkaufs.

Hier finden Sie den Flyer der Initiative im Wortlaut.

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© alle Bilder Hans Hanfstingl (Aktion gegen den faulen Zauber)

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