Erfolg für die Altstadtfreunde

(München, 16.04.2015) Im Dezember 2014 haben die Altstadtfreunde München ihre Petition „Rettet den Stachus“ zum Neubauvorhaben des Hotels Königshof beim Bayerischen Landtag eingereicht. Mehrere hundert Unterschriften gegen den umstrittenen Entwurf des spanischen Architekturbüros Nieto Sobejano hatten sie schon zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Infostand am Karlsplatz gesammelt. Die Unterlagen wurden von Herrn Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel und dem Münchner Abgeordneten Robert Brannekämper entgegengenommen.

„Der neue Königshof mit seinen 10 Geschossen und 33 Metern Höhe führt zu einem neuen Bezugspunkt und neuen Sichtachsen an dieser heute schon sensiblen Stelle. Dies wird extrem negative Auswirkungen auf das städtebauliche Erscheinungsbild haben“, meinte bei der Übergabe Robert Brannekämper, der auch erster stellvertretender Vorsitzender des BA 13 Bogenhausen ist. „Jeder, der einen Bauantrag in einer Großstadt wie München stellt, muss damit rechnen, dass er es heute mit sensibleren Bürgern zu tun hat, wenn es um die Denkmalpflege geht. Spät gefragt ist halb verloren.“ fügte Dr. Thomas Goppel hinzu.

Petitionsübergabe_Altstadtfreunde_Rettet_den_StachusDEZ2014

v.l. Karl Hofmann, Arnld Lemke, Werner Bielmeier, Dr. Thomas Goppel und Robert Brannekämper

Am Mittwoch, 15.04.2015, hat sich nun der Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags unter Vorsitz von Prof. Dr. Michael Piazolo (Freie Wähler) mit dem Anliegen befasst und mit breiter Mehrheit beschlossen, der Stadt München eine stärkere Berücksichtigung des Denkmalschutzes am Stachus zu empfehlen. Es sollen auch entsprechende Gespräche mit den Verantwortlichen der städtischen Behörden anberaumt werden. Die Planungshoheit liegt zwar bei der Stadt, die Altstadtfreunde sind aber zuversichtlich, dass nach dem Votum des Landtags dem Willen der Bürger Rechnung getragen wird.

Arnold Lemke, Sprecher der Altstadtfreunde, sieht den kommenden Gesprächen positiv entgegen: „Wir haben als Bürgerinnen und Bürger engagiert für den Stachus gekämpft und freuen uns daher umso mehr über den Rückenwind aus dem Landtag. Wenn sich jetzt alle zusammensetzen, werden wir sicher eine Lösung finden, mit der am Ende alle zufrieden sein können. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich die Stadt oder die Eigentümer einem Konsensmodell in den Weg stellen.“

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