Herzogstraße 49 – Ist München noch zu retten?

Kundgebung am Samstag, den 8. März 2014 um 14:00 Uhr in der Herzogstraße 49, um im Sinne des Ensembleschutzes für die Sanierung des Hauses Nr. 49 zu kämpfen.

Das Haus Herzogstraße 49 haben die ehemaligen Besitzer über viele Jahre verfallen lassen. 2011 haben sie die letzten Bewohner mit rechtlicher Handhabe dazu gebracht auszuziehen. Seitdem steht es leer. Es ist das Zwillingshaus der Herzogstraße 51. Die Nachbarn und Anwohner wurden nun von einem Bauvorhaben überrannt, das den Ensembleschutz ignoriert, den Abriss vorsieht und das Grundstück massiv nach Süden hin Richtung Victor-Scheffel-Straße bebauen will. Der Bezirksausschuss des 4. Stadtbezirkes Schwabing-West hat diese Baupläne akzeptiert ohne die negativen Konsequenzen für die Anwohner und die stadtbaugeschichtliche Bedeutsamkeit des Viertels am Pündter- und Kaiserplatz in Betracht zu ziehen.

Der von – soweit bekannt – privaten Investoren geplante Abriss und Neubau der Herzogstraße 49 lässt in mehrfacher Hinsicht das Gebot der Rücksichtnahme außer Acht, so dass daraus ein Bürgerprotest erwächst:

  • Das Haus Herzogstraße 49 ist das Zwillingshaus zur Herzogstraße 51, welches den direkten westlichen Anbau darstellt und 1902 erbaut wurde. Durch eine Sanierung würde das malerische Straßenbild wieder hergestellt werden. Stattdessen soll dem östlich benachbarten Gebäude Herzogstr. 47 – eine Bausünde aus den Siebzigerjahren – ein weiterer sich nicht ins Straßenbild einfügender massiver Baukörper an die Seite gestellt werden.
  • Weder wird der Ensembleschutz berücksichtigt, noch im Sinne der Schwabinger Historismus-Bebauung gehandelt. Das gesamte Quartier zwischen Kaiser- und Clemensstraße, über die Belgrad-straße hinaus ist mit seinen vorhandenen Gebäuden als städtisches Quartier von malerischer Schönheit zu erhalten. Die Häuser auf dem gegenüber gelegenen Pündterplatz wurden, ebenso wie jene um den südwestlich gelegenen Kaiserplatz, von Architekt Anton Wörz um 1900 gebaut.
  • Das Gebot der Rücksichtnahme wird außerdem ignoriert, indem das neue Gebäude mehrere Meter über die bestehende Hausgrenze hinaus gebaut werden soll: Das stellt für die Südseite des Hauses Herzogstraße 51 eine massive Einschränkung der Belüftung, Belichtung und der Besonnung dar.
  • Die Einfahrt der geplanten zweigeschossigen Aufzugs-Tiefgarage soll an das angrenzende Haus Nr. 51 verlaufen:
    Durch den unterirdischen Hohlkörper wird dies zu Vibrations- und Lärmbelästigung in den angrenzenden Wohnungen im Haus Nr. 51 führen. Die Abluft der Tiefgarage wird sich zudem in dem dann nahezu eingemauerten Innenhof – nur noch eine Südseitenöffnung unmittelbar vorhanden – von Haus Nr. 51 fangen.
  • Den Eigentümern des Anbauhauses Herzog 51 ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt, ob es einen Tragwerksplan gibt und dieser die Standsicherheit während des Abrisses und während der Bebauungsmaßnahmen garantiert.

Das Haus Herzogstraße 49 muss wieder einen repräsentativen Wert bekommen, indem ein Stück Schwabing der Jahrhundertwende endlich wieder geschützt statt zerstört wird.

Zu diesem Zweck findet eine Veranstaltung statt:
Am 8. März um 14:00 Uhr findet der erste Protest vor der Herzogstraße 49 statt.
Unterstützer der Anwohner sind:
• die Wählergruppe HUT
• bündnis bezahlbares wohnen
• Altstadtfreunde München
Sie sind herzlich eingeladen teilzunehmen: Die Anwohner, bei ihrem Vor- haben das Haus Herzogstraße Nr. 49 vor dem Abriss zu schützen und für die Sanierung einzustehen, zu unterstützen!

herzogstr-47-49
(links Herzogstr. 47, rechts 49 © Gabriela Weitenauer)

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(links Herzogstr. 49, rechts 51 © Gabriela Weitenauer)

IST MÜNCHEN NOCH ZU RETTEN?

In München steht Wohnraum leer. Oft jahrelang.
Trauriges Beispiel ist die HERZOGSTRASSE 49.
Die letzten Mieter mussten 2011 gegen ihren Willen ausziehen.
Doch schon Jahre zuvor ließen die Eigentümer den Altbau vergammeln.
Sie haben ein Ziel: ABRISS.

Sie sagen: Ensembleschutz schön und gut. Aber hier nicht.
Die Stadt behandelt die Altbausubstanz in Schwabing und
anderswo wie einen Karieszahn. „Weg damit!“

WIR SIND DAMIT NICHT EINVERSTANDEN!

Warum lässt die Denkmalpflege, die Behörden, der Bezirksauschuss
Schwabing das Haus HERZOG 49 zerstören, statt erhalten?
Wir werden den ABRISS verhindern. Wir wollen die Kernsanierung.

HELFEN SIE MIT:
KOMMEN SIE BITTE zur „HERZOGSTR. 49“
am SAMSTAG den 8. MÄRZ 2014 um 14 UHR

Die Aktion wird unterstützt von:
bündnis bezahlbares wohnen, Altstadtfreunde München, Wählergruppe HUT,
Nachbarn des Hauses Herzogstr. 49, sowie weiteren Anwohnern.
v.i.S.d.P. A. Dieks, Herzogstraße 51, 80803 München, E.i.S.

 

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