Münchner Abreisskalender von Dieter Klein

Für das Jahr 2013 hat unser Mitglied Dieter Klein einen Münchner Abreisskalender gemacht.
Dieser Kalender im DIN A4-Fromat zeigt wo sich in München die Stadt nach dem 2. Weltkrieg verändert hat.

Vor einem Viertel Jahrhundert ist der erste „Münchner Abreisskalender“ erschienen. Einige der damals errichteten Neubauten sind inzwischen schon wieder abgerissen worden.
Was kann in München heute noch abgerissen werden? Die einstmals aufregend und neu wirkende Sachlichkeit, die meist an Stelle des Althergebrachten tritt, blickt inzwischen auf eine hundertjährige Vergangenheit zurück, sie scheint – von wenigen Ausnahmen abgesehen – längst kraftlos und langweilig geworden zu sein.

Heute ist die Rede von notwendiger Nachverdichtung, von Aufstockungen der alten Bauten und von Hochhäusern, die wohl wieder im Stil von Hoch & Hässlich & Partner gestaltet werden. „München soll höher werden“ – von der damit verbundenen Verschattung der bestehenden Wohnbauten ist natürlich keine Rede, egal ob manche Münchner dann in finsteren Schluchten wohnen, Hauptsache der Profit stimmt.
Werke von „Stararchitekten“ werden ehrfürchtig bewundert, auch wenn es sich um einfache Schachteln handelt, die irgendwo abgeschrägt sind oder die auf schrägen Stützen stehen.

München wächst scheinbar unaufhörlich, gleichzeitig verlieren kleinere Städte und Dörfer im weiteren Umland rasant an Lebensqualität, anstelle von Bahnhöfen stehen nur noch Fahr-kartenautomaten zur Verfügung, innerstädtische Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf „rechnen sich nicht mehr“, das gilt auch für Gaststätten oder für andere Begegnungs-möglichkeiten; die Freizeitangebote schrumpfen. Die ärztliche Versorgung wird am Land immer schlechter und die über Jahrzehnte geschaffene Infrastruktur verkommt, das Angebot der öffentlichen Verkehrsmittel wird ausgedünnt und dadurch immer unattraktiver. Verständlich, wenn die Jungen in die nächste Großstadt flüchten.

Wie schon oft in der Geschichte wird aber der Trend irgendwann wieder in die andere Richtung gehen, Städte mit hohen Zuzugsraten wie München werden unattraktiver, wenn Grünflächen und Gärten durch die ständigen Verdichtungen minimiert sind. Isarparallelen würden heute zwar keine mehr angelegt und ganz bestimmt auch keine Verkehrsministeriums – Ruine abgerissen werden (diese Kuppel ziert unser aktuelles Kalender-Titelblatt).

Der Betrachter selbst entscheidet, ob die hier gezeigten Vergleichsbeispiele zur Verbesserung oder zur Zerstörung des Münchner Stadtbildes beigetragen haben.

 

 

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